Ach, Aras

Neulich war ich in einem sehr großen Zelt, es gab eine Manege und Zuschauer und verblüffend Akrobatisches – ich habe festgestellt, ich bin nicht gemacht für real-life-Akrobatik, ständig gehe ich davon aus, dass die JETZT bestimmt gleich runterfallen! In meinem Handy sehe ich Clips und WEISS, dass sie nicht runterfallen, sonst würde es ja nicht gesendet werden (so denkt mein Hirn, wie 1975).
Mein anderes Hirn denkt: die haben geübt! Die fallen nicht runter! Auch dann nicht, wenn einer etwa 20 Meter über dem Boden mit den Füßen an einer Querstange eingehakt ist und einen anderen an einem Lederband im Nacken unter sich herumturnen lässt. Und schwingen! So viel Physik kann ich dass ich ganz schnell wieder in Schleife 1 bin und Schiss habe, dass wenigstens einer von beiden….

Zur Erholung kommt ein wirklich sehr lustiger Clown, dann viel Wasser, viele Effekte, viel laute Musik und dann eine kleine Dame, mit nichts. Also mit nichts in der Hand. Sie stellt silberne Dinger auf, die aussehen wie moderne Schaufensterpuppen, ohne Köpfe und Arme, und plötzlich öffnet sich der rote Vorhang am Eingang der Manege und kleine Vögelchen kommen hereingeflogen, fliegen durch die Arena und landen artig auf diesen Gebilden, die offenbar Vogelsitzstangen sind. Gut, dass sie das wussten!

Und dann – ich war in Begleitung im Zirkus – öffnet sich der Vorhang erneut, und mehrere deutlich größere Vögel fliegen im Rund. Meine Augen sehen sie, sehen das Gefieder, die Dimensionen, die Schnäbel und mein Hirn denkt: „Ach, Aras“.
Während meine Begleitung zur rechten übers ganze Gesicht strahlt und sich erfreut an den großen bunten Vögeln, und wie riesig die sind! Wie bunt! Wie riesig! Das Strahlen ging gar nicht mehr weg und die Freude über dieses gänzlich unerwartete Erlebnis, einen Vogel über dem Kopf fliegen gehabt zu haben, und dann noch einen so schönen!

Seither wünsche ich mir, deutlich weniger über die Welt zu wissen, damit ich mich auch so unbeschwert freuen kann.

3 Gedanken zu “Ach, Aras

  1. grow a garden calculator

    Das war ein wirklich unterhaltsamer Zirkusaufenthalt! Besonders schön war die unerwartete Freude über die fliegenden Aras. Ich kann mir gut vorstellen, wie man sich durch weniger Wissen unbeschwerter freuen kann. Eine schöne, nachdenkliche Beschreibung!

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    Zirkus-Aufenthalt ja, aber weniger Wissen? Das ist ja der Plan! Wer braucht schon Akrobatik, wenn man von Aras überzeugt ist? Man lernt ja: Je weniger man weiß, desto mehr fällt einem die Freude über fliegende Aras aus dem Himmel – ein echtes Zirkusgeheimnis! Ich bin schon gespannt, wie sich das bei den nächsten großen Vogel-Schauvorstellungen anfühlt. Vielleicht weniger Hirn, mehr Herz für bunte Gefieder? Das ist ja was für die Ewigkeit!quay random

  3. vòng quay lựa chọn

    Hach ja, Ach, Aras! Ich verstehe die Sehnsucht nach weniger Wissen voll und ganz. Macht ja gerade gar nichts, wenn man sich über riesige, bunte Vögel am Kopf freuen kann, ohne zu wissen, dass das eine Ara ist. Ist ja fast so unterhaltsam wie die Zirkusakrobatik, nur dass hier nicht sogar noch jemand im Takt hüpft. Das Hirn schafft das manchmal wirklich nicht, oder? Ich wünschte mir auch deutlich weniger Wissen, besonders wenn es um die Physik von eingehakten Querstangen geht. Mehr Wasser und Effekte wären angesagt!vòng quay

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