Kriegskinder

„Vielleicht sollte man das Leben nicht so persönlich nehmen“ schreibt Maximilian Buddenbohm drüben, nachdem er sich in die Geschichte der Kriegs(kinder)generation vertieft hat.

Dem stimme ich aus vollem Herzen zu: Was für eine Erleichterung kann es sein, sich einerseits einreihen zu können, und andererseits das Gewicht von Geschichte und Familientraumata nicht mehr auf den Schultern spüren zu müssen, weil beides erzählbar wird – und höchst unindividuell.

Auf meinen Lesungen aus Suna (worin ich mich zu großen Teilen mit genau dieser Generation befasse),  nehmen sie oft großen Raum ein, die Fragen nach generationenübergeifender Traumaweitergabe, was Schweigen anrichten kann, was systemische Betrachtung von Familie bewirken kann, und vor allem, inwiefern dieser Krieg sogar noch in unser aktuelles Leben (ich bin 1974 geboren) hineinragt – er tut es.

Jetzt: Buddenbohm lesen, und danach alle Bücher von Sabine Bode.

gerade schickt mir Maximilian diesen Link (Radiobeitrag „Nachbeben“ Deutschlandradio Kultur) zum Einstieg  in das Thema ist das sehr sehr gut geeignet.

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